Zahlen über Zahlen! Auch Ärzte müssen rechnen können.

Sie wollen wissen was unsere Praxis monatlich an Ihrem Fall verdient?

Kein Problem, steht alles im Internet!alt

Wir machen es Ihnen leichter und geben Ihnen die Daten gesammelt.

Wie errechnen sich die Einnahmen aus der Behandlung von Kassenpatienten?

Es ist eine "Milchmädchenrechnung":

Jede Ärztegruppe bekommt alle drei Monate ein Regelleistungsvolumen zugeteilt.

Dieses RLV setzt sich aus einem fachspezifischen Fallwert und einer durchschnittlichen Fallzahl pro Praxis zusammen.

Multipliziert das "Milchmädchen" diese beiden Zahlen, hat man das Honorar, was ein Arzt durchschnittlich in Deutschland erwirtschaftet.

Beispiel:

Im vierten Quartal 2010 war der Fallwert der Urologen in Nordrhein 17,18 €, die Fallzahl 981 Patienten.

Ergeben 16853,58 € für drei Monate urologische Versorgung für alle Kassenpatienten. Das waren 5618 € pro Monat.

Wer jetzt glaubt, es geht nicht mehr schlechter, hier die nächsten Zahlen:

Im ersten Quartal 2011 war der Fallwert der Urologen in Nordrhein 15,32 €, die Fallzahl 992 Patienten.

Ergeben 15197,44 € für drei Monate. Das waren 5066 € pro Monat.

Davon muss der Urologe alle Kosten der Praxis wie Miete, Personal, Verbrauchsmaterialien, Versicherungen und etc. bezahlen. Der Arzt hat dann noch nichts für seine Familie und die Steuer verdient.

Das ist so nicht machbar.

Der rechnende Leser wird jetzt fragen, ob das alles ist?

Nein, denn der Urologe kann mehr als 992 Patienten als Fälle abrechnen. Ihm werden bis zu 150% (rechnerisch hier 1488) alle Fälle zu einem Fallwert von 15,32 € vergütet. Darüber hinaus ist der Fall nur noch 11,49 € wert.

Ob es Sinn macht einen Patienten drei Monate für 15,32 € oder 11,49 € urologisch zu behandeln, möchte ich an dieser Stelle nicht diskutieren.

Doch es geht noch schlechter mit den Zahlen aus den aktuelleren Quartalen!

zweites Quartal 2011: Fallwert 13,98 €, Fallzahl 980 Patienten = 13700,04 € für drei Monate Urologie

drittes Quartal 2011: Fallwert 13,79 €, Fallzahl 925 Patienten = 12755,75 €

 

Warum erzählen wir Ihnen so etwas?

Wir möchten Ihnen eine Hilfe geben, wo Ihre hohen monatlichen Beiträgen für Ihre gesetzliche Krankenkassen bleiben.

Wir niedergelassenen Ärzte können für die hohen Beiträge nicht verantwortlich gemacht, weil das Geld nicht ankommt.

Frage Sie doch mal Ihre Krankenkasse, wo das Geld auf dem Weg liegen bleibt?

Sie werden Verständnis dafür haben müssen, daß wir uns bei den oben genannten Vergütungen auf die im Sozialgesetzbuch V verbindliche "ausreichende und notwendige Versorgung" beschränken müssen.

Für Luxus oder Wünsche sind da keine Kapazitäten mehr.

Zusatzleistungen ausserhalb der gesetzlichen Grundversorgung führen wir gerne bei Ihnen durch, müssen aber gesondert vergütet werden.

Fragen Sie uns! So teuer ist das nicht.